DPG-Verden und DRK-Hoya organisierten Hilfstransport nach Landsberg an der Warthe/Gorzow Wielkopolski

Verden/Gorzow Wielkopolski (hm). Auch der bereits 8. Hilfstransport des Jahres 2019 der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Verden (DPG-Verden) in die polnische Partner-Woiwodschaft Lubuskie (Lebuser Land) konnte am letzten Juni-Wochenende erfolgreich abgeschlossen werden, weil Gabriele Jelinski, Brigitte und Horst Lienhop, Kirsten Baake, Friedrich-Ernst Pielenz, Ralf Heinemann sowie Irena Plarre sehr spendabel bei der Begleichung der Spritkosten waren. Es war eine Gemeinschaftsaktion der DPG-Verden und der DRK-Bereitschaft Hoya, welche sich schon in der Vergangenheit öfters bewährt hatte.

Der Großtransport führte das Team mit Organisator Heinz Möller, Erich Rottmann, Heinrich Habighorst, Ralf Heinemann, Sigrid und Klaus Skornia, DRK-Vorsitzende Brigitte Lehmkuhl, Alfred Tiltz,  Oliver Böhm sowie Marek Tiltz diesmal in die polnische Großstadt Gorzow Wielkopolski, dem einstigen Landsberg an der Warthe. Empfänger der Sachspenden war dort die von Priester Henryk Grzadko geleitete kirchliche Hilfsorganisation der Heiligen Krystyna (Sw. Brata Krystyna), die erneut in einem Brandbrief um dringende Hilfe aus Verden und Hoya gebeten hatte.

Damit die deutschen Freunde sich nicht in der Großstadt Gorzow Wielkopolski verfahren, kamen die Landsberger sehr besorgt um ihr deutschen Schäfchen sogar zum Grenzübergang Frankfurt/Oder-Swiecko, um sie sicher zum Ziel zu geleiten. Die caritative Hilfsorganisation kümmert sich in Landsberg an der Warthe sehr aufopferungsvoll in ihren Einrichtungen um die Betreuung von Obdachlosen, Drogenabhängigen, kinderreichen bedürftigen Familien, Kranken, Schwerstbehinderten, über 800 Migranten aus der Ukraine und allen, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Die ehrenamtlichen kirchlichen Vertreter in Polen freuten sich über den Empfang neuwertiger Bekleidung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Möbel für die Migrantenfamilien, orthopädischen Versorgungsgütern vom Verdener Sanitätshaus Müller, Pampers in allen Größen, Krankenbetten sowie über Pflege- und Krankenhausbedarfsartikeln.

Großen Jubel bekam das DPG-Team ferner bei der Armenküche der Hilfsorganisation zu hören, als sie dort ihre Sachspenden ausluden. Hiermit soll nämlich insbesodere die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen in der Armenküche erleichtert werden, die monatlich über 22 000 kostenlose Essen an Bedürftige ausgeben, so die Organisatoren der katholischen Hilfsorganisation um Priester Henryk Grzadko. Das dortige Hospiz freute sich über so genannte Astronautenkost für krebskranke Menschen, die von Spendern aus dem Landkreis Verden zur Verfügung gestellt worden war.

Die Gründung von Brata Krystyna in Landsberg beruht auf einer Idee und auf Initiative des polnischen Papstes Jan Pawel II. als dieser im Jahr 1997 in der Stadt weilte. Heute werden monatlich über 3 000 bedürftige Menschen in deren Einrichtungen kostenlos mit Bekleidung ausgestattet, Obdachlosen soll über entsprechende Projekte die Teilhabe und der Einstieg in eine berufliche Perspektive ermöglicht werden, Drogenabhängige werden therapiert und insbesondere Migranten aus der Ukraine wird tatkräftig geholfen, berichtete Priester Grzakko sichtlich stolz den deutschen Freunden.

Die meisten Sachspenden kamen diesmal vom Verdener Sanitätshaus Müller, der DRK-Kleiderkammer in Hoya sowie den AWO-Sozialkaufhäusern in Bassen und Verden und über 300 Einzelspendern aus den Landkreisen Verden, Nienburg, Rotenburg, dem Heidekreis und der Stadt Bremen.

 

Das Foto von Ralf Heinemann zeigt das Team um Organisator Heinz Möller mit dem Fuhrpark bei der Begrüßung durch die polischen Freunde von Sw. Brata Krystyna.

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