Dietmar Teubert: Grundrente aus Respekt vor der Lebensleistung

Verden/Landkreis (hm). Wer lange gearbeitet hat, soll im Alter nicht auf die Grundsicherung angewiesen sein, findet der Kreisvorsitzende der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), Dietmar Teubert. Deshalb appeliert SPD-Sozialpolitiker Teubert im Pressedienst der Kreis-SPD an die Unionsparteien im Deutschen Bundestag, aus Respekt vor der Lebensleistung dieser Menschen endlich den weg frei zu machen für die Einführung der von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgeschlagenen Grundrente.

 

Davon würden nach Aussage des AfA-Kreisvorsitzenden bundesweit über  drei Millionen Menschen profitieren, die in ihrem Leben viel geleistet haben, aber trotzdem nur eine Geringstrente bekommen. Deshalb hält er die Grundrente für all diejenigen richtig, die mindestens 35 Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, aber wenig Lohn dafür erhalten haben. Es ist ein Akt der sozialen Gerechtigkeit, so Teubert, dass diese Menschen im Alter spürbar mehr haben, als diejenigen, die nicht so intensiv gearbeitet haben.

 

Die Grundrente sei deshalb nicht nur eine Frage der Anerkennung, Wertschätzung und Gerechtigkeit, sondern auch ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Altersamut, betont Dietmar Teubert. Die von der SPD gewollte Grundrente würde bis zu 448 Euro mehr Rente im Monat für alle bedeuten, die 35 Jahre oder mehr gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben. Auch Teilzeitarbeit, Kindererziehung und Pflege zählen dabei mit. Wer in dieser Zeit also zu wenig für eine auskömmliche Rente verdient hat, bekommt einen Aufschlag, um im Alter in Würde leben zu können.

 

Es sind 80 Prozent Frauen, die von dieser Neuregelung profitieren würden, eräutert Dietmar Teubert am Beispel einer Friseurin, die 40 Jahre lang für den Mindestlohn gearbeitet hatte. Sie würde  dann monatlich statt 513 Euro künftig 961 Euro Rente erhalten. Oder der alleinerziehende Pflegehelfer, der in Teilzeit gearbeitet hatte und zwei Kinder hat, kommt auf 1 000 Euro statt wie bisher auf 860 Euro.

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