Fritz-Heiner Hepke fordert mehr Anerkennung für das Ehrenamt

Verden/Landkreis (hm). Zum jüngsten Tag des Ehrenamtes hat sich SPD-Sozialpolitiker und AWO-Kreisvorsitzender Fritz-Heiner Hepke im Pressedienst der Kreis-SPD geäußert. „Millionen Menschen in Deutschland setzen sich freiwillig und unentgeltlich für ihre Mitmenschen ein. Ihnen gebührt Anerkennung und großer Dank. Auch die Arbeiterwohlfahrt wird seit ihrer Gründung vor einhundert Jahren geprägt durch das Engagement ihrer Ehrenamtlichen“, unterstrich Hepke und dankte allen, die in vielen Organisationen freiwillig Gutes tun.

 

Ob in Sozialverbänden, bei Feuerwehr oder Sportvereinen ist der Einsatz der Ehrenamtlichen eine unverzichtbare Stütze für unser vielfältiges und demokratisches Gemeinwesen und von fundamentaler Bedeutung für die Teilhabe unterschiedlicher Gruppen in der Gesellschaft. Ihr ehrenamtliches Engagement ist für den Zusammenhalt der Gesellschaft in Deutschland und seinen Regionen von herausragender Bedeutung, betonte SPD-Kreis-Vize Hepke anerkennend.

 

Umso wichtiger hält er die politische Anerkennung und Förderung von Engagement. Oberflächlich betrachtet hat sich dazu bereits einiges getan. Echte politische Anerkennung kann aber nicht nur aus Sonntagsreden und symbolhaften Ehrungen bestehen. Echte politische Anerkennung muss für den SPD-Sozialexperten mindestens zwei Voraussetzungen erfüllen: rechtliche und finanzielle Verlässlichkeit. Mit den aktuellen Debatten über das Gemeinnützigkeitsrecht und die geplante Stiftung für Engagement und Ehrenamt weisen die derzeitige engagementpolitische Entwichlung allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung, warnt Hepke.

 

Um gesellschaftliche Prozesse mitgestalten zu können, muss nach Ansicht des Sozialexperten bürgerschaftliches Engagement außerdem verlässliche und dauerhafte Förderung erfahren. Hier sind auch die Kommunalparlamente vor Ort gefragt. Auch mit den aktuellen Plänen der Bundesregierung zur Errichtung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt wird nicht der richtige Weg bestritten. Anstatt das Engagement dauerhaft zu unterstützen, so Fritz-Heiner Hepke, trifft die Stiftung nämlich mit ihrer rein operativen Ausrichtung in Konkurrenz zu bereits vorhandenen zivilgesellschaftlichen Angeboten. Das widerspricht dem Subsidiaritätsprinzip und bindet viele Mittel, die an anderer Stelle wirkungsvoller eingesetzt werden könnten, so Hepke abschließend.

 

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