Fritz-Heiner Hepke: Gerechtigkeit steht im Zentrum des neuen AWO-Grundsatzprogramms

Verden/Berlin (hm). Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat  am Sonnabend auf einer Bundeskonferenz in Berlin ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet, welches auch für die AWO-Gliederungen im Landkreis Verden verbindlich ist. Vorbereitet wurde das neue Programm im Rahmen von Sozialkonferenzen und Regionaltreffen. Es ersetzt das zuletzt 1998 beschlossene Grundsatzprogramm und gibt Antworten auf die wichtigsten sozialen Fragen unserer Zeit. Darüber informiert jetzt AWO-Kreisvorsitzender Fritz-Heiner Hepke (Uphusen) in einer Pressemitteilung.

 

„Die Arbeiterwohlfahrt hat am ersten Tag nach ihrem 100. Jubiläum die Zeichen der Zeit erkannt und in Berlin ein Grundsatzprogramm verabschiedet und damit zugleich den Anspruch des gesamten Wohlfahrtsverbandes unterstrichen, in Deutschland und seinen Regionen und Europa weiterhin für soziale Gerechtigkeit und Solidarität einzutreten“, so Hepke einleitend.

 

Von zentraler Bedeutung sei für den Verband der Einsatz für eine demokratische Gesellschaft, die allen Menschen mit Respekt begegnet. Aus der Motivation heraus entstanden, die Mauern der Klassengesellschaft zu durchbrechen, arbeitet die AWO auch in Zukunft daran, Diskriminierung und Ungleichheit abzuschaffen. Die gesamte AWO bekennt sich mit dem Grundsatzprogramm deshalb gegen jede Form von Feindlichkeit, Diskriminierung, Extremismus und Rassismus gegen Menschen und soziale Gruppen, berichtet Kreisvorsitzender Hepke.

 

Weiter schafft das neue Programm seiner Ansicht nach auch ein Bewusstsein für die ausgrenzende Wirkung sozialer Ungleichheit für Teile der Gesellschaft. Das die Ungleichheit nicht nur den sozialen Zusammenhalt gefährdet, sondern auch den Einzelnen ohne Perspektive zurück lässt und zu geringerer Lebensqualität sowie Gesundheit führt, ist für die AWO auch im 2. Jahrhundert ihres Bestehens untragbar. Der Verband wird deshalb hier seine Aktivitäten weiter ausbauen und sich alleine und in Partnerschaft mit anderen Organisationen gegen diese Entwicklung stemmen, betonte der AWO-Kreisvorsitzende.

 

Folgerichtig werde deshalb der Grundwert Gerechtigkeit bei der AWO ins Zentrum gestellt. Dieser weist nun stärker als bisher auf die Notwendigkeit des sozialen Ausgleichs hin und fordert einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die AWO verdeutliche damit, so Hepke, dass sozialer Fortschritt zugleich den Schutz der Natur und der Umwelt im Blick haben muss.

 

Im Rahmen der Programmdebatte richtete der Wohlfahrtsverband seinen Blick aber auch auf die eigenen Strukturen und Aktivitäten. Diese müssen sich einzig an den Bedürfnissen der Mitglieder, der Engagierten, Klienten und den politischen Zielen der AWO ausrichten, berichtete Hepke. Dazu seien unter dem Kapitel „Wir verpflichten uns“ weitreichende Beschlüsse gefasst worden, die den Wohlfahrtsverband und die Verantwortlichen selbst in die Pflicht nehmen, wertgebunden zu handeln.

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