Dörte Liebetruth soll SPD-Landesvizechefin werden – Am Dienstag in Langwedel nominiert

Langwedel/Landkreis (hm). Breiten Raum nahm am Dienstagabend im Gasthaus Klenke in Langwedel auf einer von Bernd Michallik moderierten parteiöffentlichen Konferenz der Kreis-SPD die Vorbereitung auf den nächsten SPD-Landesparteitag am 18. April in Lüneburg ein. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Kreis-SPD hier personelle Weichenstellungen für die Zukunft erwartet und auch dazu beitragen will. Dazu gehört, dass die Kreisverdener Genossinnen und Genossen die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Dörte Liebetruth gebeten haben,   auf dem SPD-Landesparteitag für das Amt der stellvertretenden SPD-Landeschefin zu kandidieren. Bisher ist Liebetruth Beisitzerin im SPD-Landesvorstand.

 

Die Nominierung der Parlamentarierin folgte anschließend einstimmig. Dörte Liebetruth dankte für diese eindeutige Vertrauensbekundung und versprach, dass ihre Wahlkreisarbeit und ihr Engagement in der Kreispolitik im Falle ihrer Wahl durch das neue Amt nicht leiden werde. Ferner soll SPD-Finanzexperte Bernd Michallik dem Landesparteitag als Landesrevisor empfohlen werden. Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Christina Jantz-Herrmann (Schwanewede) wird von der Kreis-SPD bei ihrer Kandidatur als Beisitzerin für den SPD-Landesvorstand ebenfalls einmütig unterstützt.

 

Anschließend berichtete Dörte Liebetruth über aktuelle Themen aus der Landespolitik. Dabei hob sie ihre Bemühungen zur Verbesserung der Ärzteversorgung im ländlichen Raum hervor. In ihrem Redebeitag wurde auch deutlich, dass die SPD-Landtagsabgeordnete der Schließung von Krankenhausstandorten in der Fläche sehr skeptisch gegenüber steht. Kira Georg informierte danach, dass das Juso-Projekt „10 unter 25“ kurz vor dem erfolgreichen Abschluss  steht.

 

Ausführlich dedattierte die Kreis-SPD auf der Tagung auch die Amazon-Ansiedlung in Achim. Wortführer waren dabei der Achimer Paul Brandt und die SPD-Kreistagsabgeordnete Eva Hibbeler. Dabei wurde die Ansiedlung von Amazon in Achim von der Kreis-SPD grundsätzlich begrüßt. Brandt stellte heraus, dass Amazon nicht nur viele neue Arbeitsplätze in die Region bringe, was zum weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit führen werde, sondern seine Beschäftigten im Vergleich zur Konkurrenz auch deutlich besser bezahle. Paul Brandt argumentierte weiter, dass die Amazon-Ansiedlung in Achim letztlich auch zu einer Entlastung der Sozialkassen beim Landkreis Verden führen werde.

 

Andererseits sieht es SPD-Kreistagsabgeordnete und Gewerkschafterin Eva Hibbeler als wichtige Aufgabe der Gewerkschaften an, die Arbeitsbedingungen am künftigen Amazon-Standort kritisch zu hinterfragen. Hibbeler verwies auf Aussagen der Beschäftigten aus anderen Amazon-Standorten über stressige und harte Arbeitsbedingungen bei totaler Überwachung. Auch die befristeten Einstellungen vieler Amazon-Beschäftigter ohne sachlichen Grund, rügte Hibbeler kritisch.

 

Dietmar Teubert, Kreisvorsitzender der SPD-Arbeitnehmerschaft, nutzte auf der Konferenz die Chance, an dass Amazon-Management zu appellieren, die Klagen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst zu nehmen und ihren anständige Arbeitsbedingungen zu bieten. Es sei dabei  ein guter Weg, wenn über einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Ver.di regelmäßige Lohnerhöhungen, Urlaubsansprüche, Weihnachts- und Urlaubsgeld und eine Begrenzung der Befristungen auf ein vernünftiges Maß garantiert würden.

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