Hepke fordert entschlossenes Handeln gegen Kinderarmut!

Verden/Landkreis (hm). Die jüngste DGB-Auswertung, wonach mehr als 1,5 Millionen Kinder auf Hartz IV-Leistungen angewiesen sind, hat jetzt Fritz-Heiner Hepke, AWO-Kreisvorsitzender und SPD-Sozialexperte, in einer Pressemitteilung kommentiert. Diese DGB-Auswertungen würden seiner Auffassung nach verdeutlichen, dass das leidige Hartz-IV-System Kindern und ihren Bedarfen nicht gerecht wird. Stattdessen brauchen wir einen weitreichenden und ganzheitlichen Ansatz gegen Kinderarmut, fordert der AWO-Kreisvorsitzende und SPD-Mann Hepke.

 

Zu den geeigneten Maßnahmen gehöre die Einführung einer einkommensabhängigen Kindergrund-sicherung, ein Ausbau der sozialen Infrastruktur, Investitionen in Bildungsgerechtigkeit sowie eine gezielte Unterstützung und Förderung junger Menschen beim Übergang in Ausbildung und Arbeit. Wichtig seien zudem die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für existenzsichernde Arbeit, um Einkommens- und Familienarmut wirkungsvoll zu bekämpfen. „Wer starke Kinder will, muss auch die Familien stärken“, lautet der Appell des Kreisvorsitzenden der Wohlfahrtsorganisation.

 

Leider gelinge es immer noch nicht in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland, Kinderarmut nachhaltig und wirksam zu bekämpfen. Kinderarmut sei leider weiterhin bittere Realität und gefährde somit die soziale und kulturelle Teilhabe sowie die Zukunftschancen von Millionen Kindern in Deutschland, klagt der frühere SPD-Landtagsabgeordnete.

 

Hepke verweist in diesem Zusammenhang auch auf die aktuelle AWO-ISS-Studie, die Aufschluss über die langfristigen Folgen von Kinderarmut gibt. In dieser Planel-Langzeitstudie wird seit 1997 die Kinder und Jugendarmut untersucht.

 

Fritz-Heiner Hepke dazu abschließend: „Wir sehen als AWO, dass auch 20 Jahre später die Folgen von Kinderarmut sichtbar bleiben. Mit Recht können wir also sagen, dass sich Armut bei jungen Menschen verfestigt, wenn es nicht gelingt, armutspräventive Maßnahmen zu ergreifen und Unterstützungsstruktuen vor Ort zu schaffen. Wir verstehen daher die Studie erneut als politischen Auftrag“.

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