SPD-Wirtschaftsforum fordert Planungssicherheit für die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft / Knorre: „Ressortübergreifender Initiativkreis kann schnelle Ergebnisse liefern“

Berlin, den 18. September. Das Wirtschaftsforum der SPD e.V. fordert mit Blick auf die Entwicklung und Bereitstellung möglicher Impfstoffe gegen das Sars-CoV-2-Virus Planungssicherheit für die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft.

 

Die zu erwartenden hohen Bedarfe an Impfdosen, Spritzen und Kanülen würden Investitionen in Produktionskapazitäten erfordern, um die Menschen in Deutschland, Europa und darüber hinaus zeitnah impfen zu können. Im Zusammenhang mit den erwarteten europäischen Ausschreibungen müsse daher sichergestellt werden, dass die von den Mitgliedsstaaten gemeldeten Bedarfe von diesen auch abgerufen werden. Wie die Erfahrung im Zuge der Sars-CoV-2-Pandemie gezeigt habe, müssten Politik und Wirtschaft verstärkt zusammenarbeiten, um die Resilienz des deutschen und europäischen Gesundheitssystems zu stärken.

 

Wie die Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek heute während eine digitalen Arbeitssitzung mit Mitgliedern des SPD-nahen Wirtschaftsverbands betonte, sei die Bedeutung der industriellen Basis für die Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland und Europa durch die COVID-19-Pandemie sehr deutlich geworden. „Die Erfahrungen seit März 2020 haben gezeigt, dass wir akuten Handlungsbedarf haben, die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Arzneimitteln, Medizintechnik und einfachsten Medizinprodukten dauerhaft sicherzustellen“, so Katzmarek weiter.

 

„Es gilt, die Zeit nach der Pandemie mit all ihren Herausforderungen aktiv zu gestalten. Dabei kommt der industriellen Gesundheitswirtschaft eine besondere Verantwortung zu, die sie im Sinne von lösungsorientiertem Handeln und als ‚Bürger Europas‘ gerne wahrnimmt“, machte der Leiter des Fachforums Gesundheitswirtschaft Christian Clarus deutlich. „Ziel aller handelnden Akteure muss es sein, Abhängigkeiten von bestimmten Weltregionen und Produktbereichen zu verringern, Lieferketten zu diversifizieren und den Standort Europa für die Herstellung von Medizintechnik und Arzneimitteln gleichermaßen nachhaltig und attraktiv zu gestalten.“

 

Prof. Dr. Susanne Knorre, Vizepräsidentin des SPD-Wirtschaftsforums, hielt fest, dass die Politik auch über die Pandemie hinaus in Partnerschaft mit der industriellen Gesundheitswirtschaft nach Lösungen suchen sollte, um eine Ansiedlung entsprechender Produktionskapazitäten in Europa zu realisieren. „Wir brauchen jetzt eine Initiative, um daraus möglichst schnell konkrete Umsetzungsschritte zu entwickeln. Hier kann ein ressortübergreifender Initiativkreis unter Einbeziehung von Vertretern der Gesundheitswirtschaft schnelle Ergebnisse liefern.“

 

Das Positionspapier des Fachforums Gesundheitswirtschaft zur Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft als tragende Säule des Industriestandorts Deutschland finden Sie hier, das Papier zur Rolle der Gesundheitswirtschaft bei der Bekämpfung der Sars-CoV-2-Pandemie gemeinsam mit der Politik hier.

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