Scholz: „Herauswachsen aus der Krise mit einer Modernisierung der europäischen Wirtschaft verbinden“

SPD-Wirtschaftsforum im Dialog mit Olaf Scholz / Scholz: „Herauswachsen aus der Krise mit einer Modernisierung der europäischen Wirtschaft verbinden“

 

Berlin, den 13. Oktober. Das Wirtschaftsforum der SPD e.V. begrüßte gestern im Rahmen der Hybrid-Veranstaltung „Im Dialog mit Olaf Scholz. Pandemie, Wirtschaft und Europa – Herausforderungen der Politischen Ökonomie“ rund 80 Gäste im Allianz Forum am Pariser Platz und rund 300 Gäste im Livestream.

 

Auf dem Podium nahmen unter der Moderation von Matthias Machnig, Vizepräsident des SPD-nahen Wirtschaftsverbands, Olaf Scholz, Bundesfinanzminister und Vizekanzler, Gerhard Hofmann, Mitglied des Vorstands des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V., und Prof. Dr. Barbara Praetorius, Professorin für Allgemeine Volkswirtschaftslehre der HTW Berlin, Platz. Zugeschaltet waren Dr. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, und der Verbandspräsident Dr. Michael Frenzel.

 

Interaktion und Kooperation von Europa und Deutschland entscheidend

 

Deutlich wurde, dass die Corona-Pandemie die Zukunft von Deutschland und Europa noch stärker miteinander verknüpft.

Olaf Scholz: „Die Corona-Pandemie macht uns klar, wie eng wir in Europa miteinander verbunden sind. Gerade deshalb muss Europa auch weiterhin geschlossen und entschlossen auf die Herausforderung durch das Corona-Virus reagieren.“ Dazu gehöre, gemeinsam Hilfe und Unterstützung zu leisten, aber ebenso, kluge Weichen für die Zukunft zu stellen, um das Herauswachsen aus der Krise mit einer Modernisierung der europäischen Wirtschaft zu verbinden. „Nur ein wertegeleitetes, sozial gerechtes und souveränes Europa kann unsere Antwort sein auf eine Welt, die in Bewegung ist.“

Auch Dr. Michael Frenzel betonte: „Wir müssen Europa stark machen. Das ist nicht nur eine Frage der Moral, sondern auch der deutschen Interessen. Nur, wenn es Europa gut geht, kann es Deutschland und der deutschen Wirtschaft gut gehen.“

Für Katarina Barley hat die EU mit der Corona-Pandemie eine der größten Herausforderungen ihrer Geschichte zu meistern. „Wir können das Virus und seine Folgen nur gemeinsam europäisch bewältigen. Erst der deutsch-französische Vorstoß von Olaf Scholz hat den Durchbruch für den gemeinsame EU Wiederaufbaufonds gebracht, mit dem wir Europäische Solidarität in die Tat umsetzen. Deutschland kann nur mit Schwung aus der Krise kommen, wenn es Europa gut geht.“

 

Nachhaltige und zukunftsgerichtete Industriepolitik als Schlüsselaufgabe

 

Als eine der drängendsten Aufgaben im Zusammenspielt von Politik und Wirtschaft benannten die PanelistInnen zeitnahe Fortschritte im Bereich Klima und Energie. Man könne einen Green Recovery Plan, der eine Dekarbonisierung bis 2050 fordere, nicht umsetzen ohne verlässliche Vorgaben und umsetzungsfähige Konzepte. So müsse insbesondere die Nutzung von Wasserstoff vorangetrieben werden.

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