AWO-Bezirkskonferenz wählte Fritz-Heiner Hepke zum Bundesdelegierten – Antragsberatungen im Blickpunkt

Verden/Hannover (hm). Rund 100 Delegierte konnte Vorsitzender Marco Brunotte bei der erstmaligen Durchführung einer Video-Bezirkskonferenz des AWO-Bezirkes Hannover begrüßen, zu dem auch der Kreisverband Verden der Arbeiterwohlfahrt gehört. Dabei wurde der AWO-Kreisvorsitzende Fritz-Heiner Hepke aus Uphusen mit dem ehrenvollen Amt eines AWO-Bundesdelegierten betraut. Hepke wird in den nächsten vier Jahren dadurch die hiesigen AWO-Gremien nicht nur bei AWO-Bundeskonferenzen, sondern auch bei bundesweiten Sozialkongressen der Wohlfahrtsorganisation vertreten.

 

Im Blickpunkt der virtuellen Bezirkskonferenz standen jedoch die Antragsberatungen, zu denen jeder Delegierte ein dickes Antragsbuch erhalten hatte, um dadurch bei der virtuellen Konferenz nicht den Überblick zu verlieren. Super vorbereitet, befand Anton Werle vom AWO-Ortsverein Dörverden. In die gleiche Kerbe schlug der Verdener Dietmar Teubert, der die perfekte Organisation ausdrücklich lobte. Vorbereitet hatten sich die Kreisverdener Delegierten in einem „Trainingslager“ mit Geschäftsführerin Dagmar Guse, um sich im Umgang mit der virtuellen Technik schulen zu lassen.

 

Über die Ergebnisse der Antragsberatungen informierten jetzt Fritz-Heiner Hepke und sein Vize Dietmar Teubert in einer Pressemitteilung. Dabei wurde gleich zu Beginn die Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft im AWO-Bezirk mit der Mitgliedschaft in menschenfeindlichen Parteien und Organisationen beschlossen. Dies gilt sowohl für einfache Mitglieder als auch für hauptamtlich Beschäftigte auf allen AWO-Ebenen, so Hepke. Weiter wurden nach seiner Aussage die Bundes- und Landesregierung aufgefordert, sich für eine Förderung aller jungen Menschen und ihrer Familien einzusetzen, um ihnen einen gleichberechtigten Zugang zu Bildungschancen zu gewähren.  Außerdem fordert der AWO-Bezirk eine Stärkung der Freizeit- und Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche.

 

Teubert berichtete, dass die politisch Verantwortlichen in Niedersachsen aufgefordert worden sind, dafür Sorge zu tragen, dass die bestehenden Präventionsprojekte gegen Schulabsentismus, die bisher nur an weiterführenden Schulen umgesetzt sind, auch in Grundschulen eingeführt werden. Die entsprechende Finanzierung sollen durch Land und Kommunen sichergestellt werden.

 

Die beiden SPD-Kommunalpolitiker Hepke und Teubert waren auch sehr angetan von dem Konferenzbeschluss zur Verbesserung der Quartiersentwicklung und der kommunalen Gemeinwesenarbeit. Hier müsse insbesondere das finanzielle Engagement des Landes Niedersachsen weiter verstetigt werden, wobei Projekte, die sich in den Kommunen bewährt haben,  künftig mit einen Förderzeitraum von fünf Jahren rechnen dürfen sollten.

 

Einstimmig angenommen wurde auch ein Antrag, in welchem der AWO-Bezirksverband aufgefordert wurde, den Kampf gegen die wachsende Armut von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Familien und älteren Menschen als bedeutsame Querschnittsaufgabe der AWO-Arbeit wahrzunehmen. Für wichtig erachteten die beiden Berichterstatter auch den Beschluss, wonach die Landesregierung und die demokratischen Parteien im Landtag, sich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Hebammen insbesondere durch die staatlich Freistellung von der Haftung annehmen sollen.

 

Eingangs der Tagung hatte Marco Brunotte als Bezirkschef der AWO dazu aufgerufen, dass die Wohlfahrtsorganisation sich getreu ihres Mottos „Engagement. Vielfalt. AWO.“ die Gestaltung der Zukunft mutig in die Hand nehmen müsse, damit die Arbeiterwohlfahrt im Bezirk Hannover auch zukünftig fachlich kompetent, gemeinnützig engagiert und sozialpolitisch stark eine bedeutsame Stimme in der Mitte Niedersachsens sein wird.

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