Fritz-Heiner Hepke jetzt im Präsidium des AWO-Bezirksverbandes Hannover

Verden/Landkreis (hm). Auf der ersten digitalen Bezirkskonferenz des AWO-Bezirksverbandes Hannover, dem der AWO-Kreisverband Verden angehört, wurde die SPD-Bundestagsabgeordnete Yasmin Fahimi von den rund 100 Delegierten mit 90 Prozent der abgegebenen Stimmen erneut zur Präsidentin des AWO-Bezirksverbandes Hannover gewählt. Als Beisitzer gehört der frühere SPD-Landtagsabgeordnete Fritz-Heiner Hepke (Uphusen) dem Präsidium des AWO-Bezirkes an. Damit ist der AWO-Kreisverband Verden an führender Stelle an der überregionalen Meinungsbildung der Arbeiterwohlfahrt beteiligt, teilt Sprecher Heinz Möller erfreut mit.

 

Wie Fritz-Heiner Hepke in einem Rückblick auf die Bezirkskonferenz informierte, habe sich die AWO unter dem Motto „Sozialwirtschaft braucht faire Löhne – Klatschen reicht nicht“  für einen bundesweiten Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Pflegebranche ausgesprochen. In diesem Zusammenhang nannte es Hepke „sehr unverständlich, ja geradezu ignorant, dass ein solcher Tarifvertrag von der Caritas und der Diakonie abgelehnt wird.“ Sie hätten damit faktisch verhindert, dass es für die Pflegebeschäftigten einen allgemeingültigen Tarifvertrag geben wird.

 

Diese Entscheidung bedeutet für Hepke, dass Caritas und Diakonie einen ruinösen Wettbewerb um Löhne in der Branche zulassen würden, den einige private Anbieter betreiben. Zum Selbstverständnis der AWO erklärte er: „Seit mehr als 100 Jahren ist die AWO Motor für gesellschaftliche Veränderung. Aus dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist ein starker Sozialverband geworden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Ungleichheit zu überwinden. Vorgefundene Verhältnisse dürfen auch künftig nicht akzeptiert werden, sondern müssen grundlegend zum Besseren verändert werden“, betonte Fritz-Heiner Hepke den politischen Anspruch der AWO.

 

Den Entwurf der Niedersächsischen Landesregierung für ein neues Kita-Gesetz hält SPD-Sozialpolitiker Hepke für verbesserungswürdig. „Wir brauchen dringend die Einführung der dritten Kraft auch in den Kindergartengruppen. Qualität muss in den Vordergrund gestellt werden, die Erhöhung der Freistellungszeiten für Kita-Leitungen und die Verfügungszeiten für pädagogische Fachkräfte sowie der Rechtsanspruch auf einen Integrationsplatz müssen kommen“. Diese Forderung unterstützten auch die Delegierten der virtuellen AWO-Bezirkskonferenz und beschlossen einen Antrag zur Verbesserung der Qualität in den Kitas.

 

Hepke abschließend: „Der AWO-Bezirk Hannover ist mit 14 000 Mitgliedern nicht nur ein starker und schlagkräftiger Mitgliederverband und wichtiger politischer Interessenvertreter, sondern als Unternehmensverbund wirtschaftlich tätig – gemeinwohlorientiert und wertegebunden. Mit fast 2 500 Mitarbeitern erbringen wir in der Region täglich soziale Dienstleistungen beispielsweise in Kitas, Pflege- und Gesundheitszentren, betreutem Wohnen und in der Tagespflege“.

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